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Tipps um weniger Essen wegzuschmeißen!

Bei dem ALDI Süd Event in Düsseldorf im letzten Jahr haben wir so viele tolle Tipps und Tools an die Hand bekommen um weniger Essen wegzuschmeißen. Es waren viele neue Tipps für mich dabei und auch einige erschreckende Fakten darüber wie viel wir in Deutschland wegschmeißen. Zwar habe ich darüber damals auf Instagram in meiner Story berichtet, aber das Thema hat mich nicht mehr los gelassen. Seitdem gehe ich viel bewusster mit Essen um. Das heißt: ich kaufe bewusster ein, schreibe mir Listen für bestimmte Rezepte, probiere neue Gerichte auf um Reste zu verwerten, schmeiße viel weniger weg und gehe nach wie vor natürlich immer mit Rucksack oder Jutebeutel einkaufen. Allein um nicht zusätzlichen Plastikmüll zu erzeugen. Unter dem Hashtag #resteretter den das Event hatte, habe ich also weiter gemacht und ehrlich gesagt haben meine Freunde und ich den hashtag jetzt immer spaßeshalber gerufen, wenn mal jemand beim kochen vorschnell Reste wegwerfen wollte. „Hey, wir sind doch Resteretter!“ kam es dann von der Seite und alles wurde verarbeitet… 😀

Die Fakten zur Lebensmittelverschwendung

Erschreckend oder? Dass es so viel wäre hätte ich nicht gedacht. Also haben wir von der sympathischen Janine von Amivita gelernt, was man alles in seinem Leben verändern könnte und worauf man andere Leute vielleicht hinweisen könnte. Alles kann man ja auch nicht wissen und deshalb erzähle ich es euch.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum

Allein das Mindesthaltbarkeitsdatum wird ja oft falsch verstanden. Es heißt aber nicht umsonst „Mindesthaltbarkeit“. Dies soll wirklich nur die Absicherung der Unternehmen sein, dass das Produkt bis zu diesem Tag haltbar ist. Für jeden weiteren Tag gibt das Unternehmen einfach keine Garantie mehr. Also probiert man selber: of riecht man, ob ein Lebensmittel noch haltbar ist oder man probiert ein wenig. Man sollte sich davor nicht ekeln oder Angst haben, dass einem sofort übel wird. Bei einer Messer- oder Löffelspitze schmeckt man genug, um zu wissen ob etwas noch haltbar ist aber es ist zu wenig, als dass es den Magen verdirbt. Vor allem Yoghurts sind meistens noch tagelang haltbar.

 

Reste retten

Wenn also das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist oder keines dabei steht, dann prüft man selber. Faule Eier erkennt man beispielsweise, indem man sie in ein Glas mit Wasser legt. Bleibt das Ei am Boden liegen, ist es noch frisch. Wenn es sich aufrecht dreht, muss man es auf eigene Gefahr probieren und wenn es oben schwimmt ist es faul – dann wird es weg geschmissen!

Möhren sehen schrumpelig ungenießbar aus, aber du würdest sie gerne roh essen. Füll ein Glas mit kaltem Wasser und lege oder stelle die Karotten etwa für zwei Stunden hinein. Nun sehen sie wieder viel besser aus. Die Karotten haben dann einfach Wasser verloren gehabt und sind deshalb träge und schlaff. Durch ihre halbdurchlässige Zellhaut können sie die Flüssigkeit aber auch wieder gut aufnehmen.

Gemüsereste kann man aber auch super in Eintöpfen oder Ofengemüse verarbeiten. Da muss man die halbe Zucchini oder das Viertel der Paprika nicht weg schmeißen. Auch nicht, wenn die Schale minimal runzelig geworden ist. Im Ofen verändert sich die Struktur des Gemüses ja ohnehin ein wenig.

Fermentieren

Bei dem Event haben wir selber Gemüse fermentiert. Ob Gewürze, Gemüse oder sogar Blumen. Alles was essbar und genießbar ist, kann man fermentieren. Hauptsache es schmeckt einem selber. Natürlich hält alles unterschiedlich lang, da muss man sich dann über einzelne Gemüsearten vielleicht erkundigen. Das Gemüse wird vor dem Fermentiervorgang wie üblich gewaschen, teilweise geschält und dann in Stückchen oder Streifen geschnitten. Man kann es auch raspeln, reiben oder hobeln. Härtere Gemüsesorten, wie beispielsweise Kohl, Rote Bete, Kürbis, Möhren oder Paprika eignen sich übrigens besser als weiche wie Tomaten. Das Gemüse und Gewürzzweige kommen in ein Einmachglas.


Danach wird so viel Wasser hinzugegeben, dass das Ferment gerade so bedeckt ist. Je nach eigenem Geschmack kann noch Salz hinzugegeben werden. Salz ist beim Fermentieren aber kein „Muss“! Das Gefäß wird anschließend mit verschlossenem Deckel bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Das Gemüse beginnt sofort damit zu fermentieren. Da es keinen Zeitpunkt gibt an dem das Ferment „fertig“ ist, sollte nach 7 Tagen einfach mal probiert werden, wie das Gemüse schmeckt. In dem Moment, in dem das Ferment die gewünschte Säure erreicht hat, wird es entweder verbraucht oder ab jetzt Kühlschrank gestellt. Nun wird die Fermentation verlangsamt und der Geschmack bleibt in etwa der selbe.

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